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Reiseberichte
In loser Reihenfolge werden wir hier
Reiseberichte der Auswärtsspiele hinterlegen, damit ihr euch einen
Eindruck von der Atmosphäre bei Auswärtsspielen machen könnt.
Düsseldorf
09.06.2007
Tränen oder Freude
Die vorletzte oder doch die letzte (?) Auswärtsfahrt stand an.
Diesmal war nicht 9:00 Uhr die Abfahrt, sondern 8:00 Uhr. Aber was
tut man nicht alles für die Völkerverständigung. Wiedererwartend
waren alle Teilnehmer pünktlich.
Ach ja, endlich auch mal wieder Hamburger Schmuddelwetter, um 7:00
Uhr öffnete Petrus seine Schleusen. Wir fragten uns natürlich: „Ein
schlechtes Ohmen“?
Endlich im Bus, wurden auch die letzten Zweifler davon überzeugt,
dass die Endspielteilnahme sicher ist. Und wie so üblich, kaum hat
man den Großraum Hamburg verlassen, scheint die Sonne.
Zügig ging es auf die A1, schließlich mussten wir noch einen aus
Ostwestfalen-Lippe einsammeln. Der war mal Fire-Fan, aber durch
intensive Beratungsgespräche und bezahlte Therapiestunden konnte man
ihn davon überzeugen, dass er bei den Sea's besser aufgehoben ist.
Wenn das so weitergeht, lachen bald die *ölner Fans über den
Zuschauerschnitt bei den Düsseldorfern. OK ganz umsonst nehmen wir
keinen auf. Ein Fässchen Bier muss schon sein.
Nachdem Frühstück bekam die liebe Sandra endlich ihre seit Wochen
eingeforderte Anti-Faltencreme. Schließlich will ich nicht Schuld
sein, dass sie durch mich noch mehr Falten bekommt.
Einige von uns merkten, dass unser Bernd, auch genannt GAY-laxy, in
letzter Zeit Schwierigkeiten mit dem Gehör hat. In seinem Alter, was
ich nachvollziehen kann, nicht ganz ungewöhnlich. Somit beschlossen
unsere Fan-Koordinatoren Hand anzulegen, vielmehr Zunge…. Ein
HNO-Arzt hätte die Gehörspülung auch nicht besser machen können.
Warum Bernd sich dagegen wehrte, verstand keiner.
Gegen 14:00 errechten wir Neuss. ( Anm.: Dass ist die Stadt, in der
arme Handelsvertreter Unterschlupf in Hotels bekommen, die sich
Düsseldorf nicht leisten können). Wurde auch langsam Zeit, denn die
gekühlten Cooler und Cap Vorräte gingen langsam zu Neige. Kein
Wunder, die Alternative war warmes Holsten.
Nach raschem Umzug, ging es zum Grillen. Unter einer Rheinbrücke gab
es Tailgaiting vom aller Feinsten. Bratwürste, SpareRibs, Pute (oder
doch Ratte?) am Spieß, Altbier,
Pils und sogar Bier aus Österreich. Ich dachte, die können nur Wein
und RedBull herstellen. Na ja, trinkbar war es.
16:30 Uhr ging es endlich ins Stadion. Aber schon erstaunlich, wie
viele zusätzliche Fans in so ein Bus passen, der eigentlich seit
Hamburg voll besetzt ist. Nicht umsonst heißt es Fans are Friends.
Wahrscheinlich ist es einfacher ins P1 zugelangen, als auf den
Parkplatz P2 in Düsseldorf. Aber wenn man bedenkt, wer alles bei
einem Parkleitsystem mitwirkt (Polizei, Tiefbauabteilung,
Straßenbaureviere, Stadion GmbH usw.) auch kein Wunder, wenn die
Bürger aus Schilda es nicht besser hätten machen können. Frage mich,
warum es dort noch keine Tankstelle gibt, denn der eine oder andere
Autofahrer ist dort bestimmt schon ohne Sprit liegen geblieben.
Somit war die Power-Party schon am Abklingen, als wir dort endlich
mit viel Trommelwirbel ankamen. Für das eine oder andere Alt war
jedoch noch Zeit, bevor es in unserem Block ging. Aus welchem Grund
auch immer, plötzlich war der Optimismus verschwunden. Ein Glück,
dass keine Mikrophone eines amerikanischen Senders bei uns versteckt
waren. Da wie bekannt ist, sie Kraftausdrücke dort gerne mit einem
Piepton unterlegen. Somit hätten die Zuhörer wahrscheinlich 2 Std.
Dauerpiepen gehabt. Wobei meine Kraftausdrücke zum Teil auch gegen
einen meiner Intimfeinde, Herrn Stecker, gerichtet war. Ich möchte
zu gerne wissen, was er gegen Hamburg hat? Tut mir leid
Düsseldorfer. Aber der geht gar nicht.
Nachdem klar war, Frankfurt gewinnt sein Spiel, wurden unsere
Sprache wieder jugendfrei.
Nichts desto
trotz, hörten wir nicht auf, unser Team anzufeuern. Außerdem die
Chance wieder ins Fernsehen zu kommen, lassen wir uns doch nicht
nehmen. Schließlich wollen wir doch alle den Satz von Andy Warhol
aufs neue bestätigen. Nach dem Spiel, gaben wir wie immer
kostenfreie Zugaben unseres gesamten Könnens. Bei 4 Stücken auch
relativ einfach. Außerdem wurde der erste Platz nach dem Ende
regulären Spielzeit gefeiert.
Endlich konnte die dritte Halbzeit, wie die Rundballschubser es
nennen, beginnen. Auf deutsch: ALTSTADT.
Oh man, was soll man über die Altstadt schreiben. 4-5
Junggesellenabschiede, 5 Fußballvereine feierten den Aufstieg und
dann waren da noch ein paar unbedeutende verhaltensoriginelle Fans,
die einen Einzug in ein Endspiel feierten. Wie nennt ihr das, wenn
man Nachts um 00:00 Uhr auf den Rücken liegend einen Ententanz
vollzieht. Ich habe keine Ahnung. Hier in Hamburg wäre dies ein Fall
für Ochsenzoll. In Düsseldorf ist dies wohl normal. Denke aber viel
mehr, es liegt am Altbier, dies muss im Körper ein Art Dr. Jekyll
und Mr. Hyde-Syndrom auslösen, anders ist dies nicht zu erklären.
Gestärkt von Schweinebrötchen, Knobi-Pizza und nachdem das Blut
schwarz vom Alt war, war es für die meisten Zeit, gegen 1:00 Uhr das
Hotel per Taxi aufzusuchen.
Obwohl, Taxifahrer sind in Düsseldorf sind auch eine eigene Spezies.
Diesmal konnte er Deutsch, aber nicht mit seinem Navi umgehen. Also,
was macht man ? Man folgt einfach dem Taxi vor einem, das ebenfalls
zum Hotel wollte. Auch eine Art der Orientierung.
Vorsicht, nicht immer, wenn Nachts an der Tür eine hübsche Frau
klopft, will sie auch immer Einlass, ne sie will evtl. nur ein
Kopfkissen. Aber dreist ist
es, ein zweites mal zu klopfen und dann auch noch die Bettdecke zu
fordern. Grund sei angeblich gewesen, dass der Sohn sein Notbett
nicht bekommen hätte. OK ich glaub's.
Meine Aufgabe als Sittenwächter konnte ich auf Grund des niedrigen
Blutwertes in dem Alkohol meiner Venen nicht ausüben. Somit kann ich
nicht sagen, ob alle Teilnehmer die Sperrstunde eingehalten haben.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber irgendwann hörte ich einen
Dreibeiner in Richtung Gay-laxy gehen, kann aber auch ein Albtraum
gewesen sein.
Morgens am Frühstückstisch merkte man dann allen die kurze Nacht an.
Einige kamen erst gar nicht zum Frühstück, sondern bestellten es per
SMS aufs Zimmer in Form von „Mother's Little Helper“.
Auf der Rückfahrt merkte ich langsam, dass mein Bizeps doch noch
nicht völlig angewachsen ist, wäre es jedoch schlimmer geworden,
hätte man mich jedoch mit Restbeständen von Mullbinden,
Brandwundenverbandpäckchen usw. aus der Nachkriegszeit versorgen
können.
Man glaubt es kaum aber kaum sind wir über die Elbbrücken, beginnt
es sinnflutartig zu regnen.
Nichts desto trotz, waren wir alle der Meinung, bevor wir den Bus
verließen. Die Commerzbank-Arena wird am 23.06. von uns geentert.
@ Bernd. Im nächsten Jahr, suche ich mir ein anderes Opfer,
versprochen. Davon gibt es genug, wie z.B. Kay, Detlef, Marc usw.
Köln
02.06.2007
So, die
vorletzte Auswärtsfahrt stand an. Wohin ging es ? In die Stadt der
brüderlichen Liebe. Wie immer ging es kurz nach 9:00 Uhr los.
Natürlich wurden erst die Trommeln, Brötchen mit und ohne Tomate und
der Saft aus Hopfen, Malz und Wasser (nicht ganz, einige hatten
außerdem noch so komische Zusätze von Zitrone, Chilled Orange oder
Dragonfruit) verstaut.
So ganz nebenbei, wurde mir dann noch anvertraut, dass wir 3
Trommler ohne Trommelpass im Bus sitzen haben. Ein kurzer Anruf in
Köln und das Problem war gelöst.
In Höhe Osnabrück wurde die obligatorische Brotzeit abgehalten. Aus
irgendeinem Grund, was Nichtraucher nicht nachvollziehen können,
wurden dann noch zwei weitere Pausen in Richtung deutsches
Philadelphia eingelegt. Eine Begründung lautete: „Wir sind gut in
der Zeit“.
Das mit der
Zeit, hatte sich dann in Höhe Leverkusen erledigt. Aber dazu gleich
mehr.
Endlich erbarmten sich die Fan-Koordinatoren nach 3 Auswärtsfahrten
auch mal das hintere Abteil des Busses zu besuchen. Um das Niveau
der Fahrt zu heben, schlugen sie vor, das Lied: Bicycle, bicycle,
bicycle
von Queen zu interpretieren und anschließend darüber zu diskutieren.
Diese Idee wurde mit Begeisterung aufgenommen. Auch der sonst sehr
in sich gekehrte Bernd nahm rege an der Diskussion teil. Wusste gar
nicht, dass er so ein großer Queen-Fan ist.
Da war er endlich, der lang vermisste Stau kurz vor Leverkusen. Nach
3 Fahrten ohne, wurde es auch mal wieder Zeit. Wie war es noch mal,
bis 15:00 Uhr Köln: „KEIN PROBLEM“. Aber was soll man auch auf der
Power-Party von Köln? , wenn Cabrio-Wetter angesagt ist und
weibliche Autofahrer gerne dieses Art KFZ in Anspruch nehmen. Ich
sag nur: MÄNNER. Alles weitere überlasse ich eurer Phantasie.
Schade war nur, dass der Busfahrer nicht mit einem Porsche mithalten
konnte. Ein Glück, überholte uns kurzfristig eine türkische
Hochzeitskolonne. So wurde der Hormonausstoß gebremst. Na ja, lila
Hemd, rosa Schlips und Big Mama auf dem Beifahrersitz und schon
braucht man kein kaltes Wasser mehr.
In Köln angekommen, meinte unser Busfahrer er müsste auch hier mal
eine kleine Stadtrundfahrt machen.
Müngersdorf hat schon schöne Häuser, trotzdem möchte ich dort nicht
wohnen. Nicht die Aussicht auf Provisionen von Maklern war der
Grund, nein, es wurde ein Penny gesucht, um die Biervorräte
aufzufüllen, wer’s glaubt… . Die Zeit wurde genutzt, um unseren
Kleinen ein Schild um den Hals zu hängen, damit er nicht wieder
verloren geht. Sinngemäß stand auf dem Schild (genauer Text ist mir
entfallen): „Bei verlassen der Sprachkenntnisse und/oder unfähig
sich fortzubewegen, bitte folgende Handy-Nr.: .... anrufen. Bin
fremd in der Stadt. Pappi und Mami holen mich dann ab.“
Endlich um
16:30 Uhr konnte das Stadion mit unseren Trommeln geentert werden.
Zuvor wurden noch schnell die Trommelpässe verteilt. Schon lustig,
ob wir sie nun hatten oder nicht interessierte keinen Ordner. Als
ich meinen bekam, wusste ich, warum ich wohl nie ein Fan der
Centurions werde. Was ist an meinem Vornamen so schwer????. Wie man
daraus Raphael machen kann, obwohl der Perso vorliegt ist mir
schleierhaft. DANKE Köln, für einen weiteren Nickname.
Grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr.
In unsrem Block angekommen, wartete auch schon unsere Unterstützung.
Die gesamte NFLE war dort vertreten (für Berlin musste ich
herhalten). WAHNSIN!!! Auch ein paar Kölner hatten sich
verlaufen(!), wobei ich nehme eher an, sie wollten in einem Block
sein, bei dem die Luzie abgeht. Bevor es jedoch so weit kam, mussten
noch einige weibliche Fans ihre “Blutsauger mit zwei Buchstaben“
opfern, damit die Kriegsbemalung aufgetragen werden konnte.
Schließlich gibt es nicht nur in Hamburg Anhänger des
Lancaster-Fan-Clubs. Beweisfotos unter: (http://www.riepies-fireland.de/pics/2007/sites/CC_SD/index.html
).
Nach und nach füllte sich der Block mit ca. 200 (lt. Presse) Fans.
Warum waren sie da, klar uns zum Sieg zu trommeln, trillern und
tröten. Denn wer will schon ein Endspiel Galaxy-Centurions sehen.
Was sich in den nächsten 3 Stunden dann in unserem Block abspielte,
sprengte bis jetzt alles Dagewesene. Es mit Worten zu beschreiben
kann ich nicht. Wir trommelten uns in einen Rausch, nur ohne Drogen.
Nicht ganz. Das Team, das Spiel, die Fans waren die Droge. Wie man 5
min nonstop trommeln kann, nur weil eine laufende NFL-Kamera auf
einen gerichtet ist, kann ich euch nicht mehr sagen, ich habe es
trotz doppelten Bizepsabriss durch gestanden. (Durch ein
medizinisches Wunder ist er seit Montag wieder angewachsen).
Vielleicht kann ein anderer erklären was am 02.06.07 von 18:00
-21:00 im Rhein-Energie-Stadion im Block W2 abgelaufen ist. Ich kann
es nicht. Nur soviel. Wer bei uns trommelt, braucht keine Drogen
mehr, den Rausch bekommt er hier ohne Nebenwirkungen.
Außer vielleicht ein paar Blasen an den Finger, und Verstauchungen,
weil man sich die Sticks auf den Daumen haut und wie geschrieben
Abriss des Bizeps.
Auch für die Nichttrommler wurde gesorgt. Wozu gibt es schließlich
das Lied: „Wer nicht hüpft der ist ein ölner. Ganz zufällig war auch
gerade Frau Platz im Block.
Wie schon im letzten Jahr. Ein gaaaaaaaaaz dickes Danke an alle
Beteiligten im Block W2.
Zum Spiel schreibe ich nichts. Dieses könnt ihr auf den
einschlägigen Homepages nachlesen. Nur soviel. Danke für die
freundliche Begrüßung des Stadionsprechers an uns Auswärtsfans, die
Laolawelle auf der Haupttribüne. Was auch nicht fehlen durfte; zu
Beginn es Spiels wurde mal wieder an die Paulchen-Panther
Abspannmusik gedacht.
Nach dem Abpfiff hatten selbst Hartgesottene Fans Tränen in den
Augen. Nicht nur die Spieler, von denen einige schon während des
Two-Minutes-Warning zu uns kamen, nein auch der gesamte
Trainer-Staff kam. Nachher fragten wir uns alle, wie hoch wohl
Anteilt der Fans am Sieg war. Die Meinungen gingen von 20-100 %.
Wer dachte, nach dem Feuerwerk sei Schluss, ne die letzten
Energiereserven wurden mobilisiert um den Kölner noch eine Stunde
lang zu zeigen, was ECHTE Fans sind. Wir müssen nämlich nicht jedes
Mal animiert werden, wenn die Defense auf dem Platz steht.
Da kann der Busfahrer noch so lange hupen, denn unser Motto heißt:
„Ohne uns läuft gar nichts.“
O.K. gegen
22:00 Uhr hatten wir dann ein Einsehen und stiegen in den Bus.
Nachdem auch der Letzte gegen 23:30 wieder einen normalen
Adrenalinspiegel hatte, konnten wir ohne Gefahr das Lokal zum
„Goldenen M“ ansteuern. Was mich wunderte gegen 0:30 setze bei allen
(ich hoffe nicht bei den Busfahrern) die Müdigkeit ein. Was jeder
einzelne träumte entzieht sich meiner Kenntnis. Bernd vielleicht von
Queen, der eine oder andere, dass er eine Cabriofahrerinnen im Arm
hält oder sonst was.
Um 4:00 hatte uns Hamburg wieder.
(In eigener Sache: Entschuldigung noch mal bei dem weiblichen Fan,
der hinter mir stand. Ich weiß, es war nicht gentlemanlike, aber
diesen Ball, an diesem Spieltag wollte ich haben).
Anmerkung. Ich weiß, einige Passagen sind für Außenstehende nicht
nachvollziehbar. Fahrt einfach mit und schon wisst ihr, wovon ich
schreibe.
Berlin
22.04.2007
Berlin ist
eine Reise wert.
Das erste Auswärtsspiel stand an. Na, ja für
die meisten jedenfalls. Für mich war es mehr eine Befriedigung des
Heimwehs. Außerdem merkt halt doch, dass man manchmal ein
Ausgestoßener ist (aber dazu später mehr).
Kurz nach 8:00, meldete sich das Gehirn, es fehlt doch was. Nein,
diesmal war ich nicht für die Karten zuständig. Somit wäre ich nicht
dafür verantwortlich, dass sie zu wenig/viel oder verlegt worden
sind.
9:00 Bahnhof Dammtor. Alle 50 Mitfahrenden waren da, nur kein Bus.
Mmmmm, Dammtor ist doch richtig, oder doch ZOB? Aber um 9:05 kam der
Bus und zu unserer aller Überraschung, der HSD-Bus. Was für ein
Privileg! Nicht Spieler, nein, wir Fans fahren damit. Was für eine
Wertachtung des Office!

Kurz vor der
ehemaligen SBZ-Zone wurde eine Gedenkminute für die Imperial Tobacco
Group, BAT oder Altria Group abgehalten.
Einige nutzen auch, den heutigen Feiertag (http://www.brauer-bund.de/bierfans/tag_a.htm)
vorzuziehen.
Wie sich die Zeiten änderen. Früher waren die Frauen wandelnde
Avon-Beraterinnen, heute hat der Mann von Welt sämtliche
Pflegecremes bei sich.
Nach 3.5 Stunden Busfahrt, endlich in der Heimat von Knut. Wie war
das noch im letzten Jahr, vor den Olympiaringen ist ein riesiger
Parkplatz für Busse, Autos oder Motorräder. Warum sollte es in
diesem Jahr anders sein? --> aber es war anders. Dort wo man parken
wollte, war die Power-Party. Außerdem dachte man sich, was die
Düsseldorfer können (Anm.: siehe Düsseldorf 08.04.2006) können wir
schon lange, wir lassen die Busse einfach mal im Kreis fahren.
Scheiß auf C02-Ausstoss. Wobei, somit konnten die Hamburger
Kulturbanausen endlich mal sehn, dass Berlin nicht hinter dem
Olympiastadion endet.
Aber manchmal frage ich mich schon, was für ein Völkchen in Berlin
wohnt. Da lässt man sich wirklich Astraknollen aus Hamburg
anliefern. Ich sag nur: Prost!
Nachdem man 2
Stunden Zeit hatte, sich den kulinarischen Genüssen hinzugeben, ging
es ab ins Stadion. Ein wichtiger Auftritt stand uns noch bevor. Es
war zwar nicht der heilige Rasen von Wimbledon, aber immerhin die
blaue Tartanbahn, die wir betreten durften. Was war der Anlass? Wir
durften Spalier stehen für unsere Spieler. Für wen es mehr
Motivation war; für die Spieler, die für uns Fans gewinnen sollten
oder wir, um das Team noch mehr anzufeuern, sieht man ja am
Ergebnis. Denn Motivation brauchen wir wirklich nicht. Wozu hat man
Trommeln. Eine gewisse Fitness sollte man schon mitbringen, sonst
hält man es nicht durch ca. 2 Std. (--> wenn die eigene Offence auf
dem Feld steht, darf man halt nicht) zu trommeln.
Ein kleiner Hinweis am Rande. Bevor man sich negativ über das
Team/Trainer oder sonstiges der HSD auslässt sollte man sich
vergewissern, wer hinter einem sitz. Keine Ahnung, welche
Gesichtsfarbe ich hatte, bleich oder rot, aber als ich mich mal
umdrehte saß plötzlich hinter mir Frau Platz, ups... . Ich kann mich
jedenfalls nicht erinnern, dass mich ausfallend über das Team
geäußert habe, oder doch....?
Spätestens, wenn meine Dauerkarte für ungültig erklärt wird, weiß
ich was ich gesagt habe.
Das Team führte, Die Stimmung von uns 50 und noch einmal soviel
angereisten Fans in PKW’s war prima, das Wetter noch besser, Herz
was willst du mehr. Plötzlich meinte jemand von uns, Minderheiten zu
diskriminieren. Wie, er stimmte plötzlich das Lied: Wer nicht hüpft
der ist Berliner, an. Ja, ja im Rudel seit ihr stark.
Das nicht nur einmal, nein gleich 5-6 mal. Warte die Rache ist mein.
Oder war es nur die Retourkutsche für „Der ist verheiratet“?
Ca. 19:00 oder so hörte man, wie eine Steinlawine zu Boden viel. Es
waren Steine der Spieler, Trainer, Manager usw. ... die von den
Herzen fielen --> Der Sieg war eingefahren.
Was dann abging, keine Ahnung. Es war nur ein Sieg, aber gefeiert
wurde, als ob wir in den WorldBowl eingezogen wären. Ich frage mich
nur, wie wir dass nur in Frankfurt steigern wollen?
Ein weiteres Bonbon hatte der Busfahrer noch für uns. Er hielt am
güldenen M, genau dort, wo auch unsere Perlen Rast machten.
Wir die dicken Cheeseburger und Cola, sie Mineralwasser und Salat.
Tja, wenn die Trainerin dabei ist, darf man halt nicht so, wie man
vielleicht möchte.
Gegen 23:30 hatte uns Hamburg wieder. Noch eine Überraschung wartete
auf uns. Diesmal begrüßte uns kein Hamburger Schmuddelwetter.
Auch wenn ich mich jetzt zum 10 mal wiederhole, ich kann es nicht
oft genug sagen. Fahrt mit zu den Auswärtsfahrten!!!!
Berlin
07.05.2006
Berlin, Berlin wir fahren nach
Berlin.
Wieder stand eine Auswärtsfahrt an. Diesmal ging es für mich
Richtung Heimat. Auf Grund der Tabellensituation konnte ich diesmal
ganz entspannt hinfahren.
Ganz entspannt...???. Nicht ganz.
Freitag: Ich ging ins Office um die Karten für unseren Fanclub und
den der Devil Mania abzuholen. Statt der erwarteten ca. 25 Karten
zzgl. Busfahrertickets, wurde mir ein großer Umschlag überreicht. In
dem stecken ca. 50 kleine Umschläge mit etwa 160 Karten, sowie eine
Liste mit 50 Namen.Ich sollte nämlich die Karten am Sonntag an die
Fans verteilen. Meine Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen. Da
dieser Bericht auch von
minderjährige gelesen wird, schweig ich mal lieber über das, was
über meine Lippen kam.
Samstag: Anruf eines besorgten Fans, der mir mitteilte, dass auf der
Homepage der HSD steht: "Abfahrt 9.00 ab ZOB." Auf unserer war aber
9:30 angegeben. Ich beruhigte ihn mit den Worten: "Ohne mich läuft
am Sonntag eh nix". Er könnte auch erst gegen 9:30 erscheinen.
Sonntag: Als ich den ZOB um 9:00 erreichte, waren schon etliche Fans
anwesend, aber KEINE Busse??? Wie war das noch mal mit der
Abfahrt...? Erst einmal wurde mit Hilfe von Kristin (Danke, dafür
noch einmal) die 160 Karten an den Mann/Frau gebracht.
Zwischendurch erschien 1 Bus. Immerhin. Der Busfahrer zeigte mir
seinen Einsatzplan. Auf dem stand: Ankunft 9:15 Moorweide (Dammtor),
Abfahrt 9:30. Alles klar? Glücklicherweise folgten noch zwei
Weitere. Um 10.00 ging es mit dem dritten und letzten Bus auch für
uns/mich los.
Dass wir den dritten Bus nahmen, erwies sich als Fehler. Er
transportierte am Vortag einen Rundballtreterfanclub des HSV.
Dementsprechend sah der Bus aus. Ein Freibier beruhigte die Nerven.
Wie ich schon immer vermutet habe, ist nicht jeder Notblinker auf
dem Standstreifen ein Hinweis auf mechanische Defekte, sondern viel
mehr auf menschliche Bedürfnisse. Dann wieder ein kleiner Schock.
Über Handy wurde mir mitgeteilt, dass in
Charlottenburg gerade ein Halbmarathon stattfindet. Was soll's
dachte ich, ein evtl. kleiner Fußmarsch würde mir ganz gut tun.
Glücklicherweise war der Marathon um 14:00 schon beendet, als wir
das Olympiastadion erreichten. Als ich Störte mit seiner "dem Störte
seins" sah, konnte ich ihm nicht mehr böse sein. Außerdem hatten wir
das selbe Wetter wie in Hamburg. Sonnig, warm und trocken. Auf
deutsch: Optimales Footballwetter. Um 17:30, nachdem ich genügend
Berliner Luft eingeatmet hatte, betrat ich unseren Fanblock mit den
ca. 200-250 Fans. Leider aus den bekannten Gründen nur mit 3
Trommeln.
Über das Spiel ist schon viel geschrieben worden. Woran lag es, dass
wir gewonnen haben?
a) Not gegen Elend. Wobei die Not diesmal noch schlechter war
b) Wir in unserem Team zu viele
Schönwetterspieler aus Tampa, Miami, Dallas usw. haben?
c) Oder einfach, dass wir endlich unseren Starting-RB haben und
dadurch auch unsere QB's entlasten können Sucht euch was aus.
Ein Glück, dass ich mein Diensthandy bei mir hatte. So konnte ich
mit der Notzentrale des Tropeninstitutes und der Gesundheitsbehörde
telephonieren. Denn ich musste verhindern, dass ein Virus HH
erreicht. Welcher?, der Hüpf-Virus. Hauptüberträger scheint eine
Frau Platz zu sein. Anscheinend habe ich die richtigen Mitarbeiter
erreicht, dann wo Frau Platz sie seit Montag ist, entzieht sich
meine Kenntnis. Komisch schon, dass bei Rasant nicht sie, sondern
Patrick Esume anwesend war. Ich hoffe, ich konnte die Ausbreitung
rechtzeitig stoppen. Wobei ich mir dabei nicht ganz sicher bin. Ich
habe auch schon bei anderen Fans ähnliche Symptome wahrgenommen.
Zeitweise habe ich mehr auf unsere Fantruppe geachtet, als dass was
auf dem Spielfeld ablief. Es macht doch immer wieder Spaß zu sehen,
sobald es warm wird, wie bei Männern der hormonelle Wahnsinn
einsetzt. So sind die Männer halt. Obwohl, dazu gehören immer zwei.
Wie wir doch schon mit kleinen Dingen zufrieden gestellt werden
können. Unser Sieg wurde so gefeiert, als hätten wir den Einzug in
WB geschafft. Aber ist es nicht verständlich nach so einer solchen
Saison. Dieser Sieg war Balsam auf den Seelen der Spieler und uns
Fans. Deswegen musste auch die Rückfahrt um 15 min nach hinten
verschoben werden.
Bekanntlich ist Mecklenburg-Vorpommern eine strukturschwache Gegend.
So machten wir uns auf, die Wirtschaft anzukurbeln. Wie?, bei einem
Besuch mit 25 Mann in einem überregionalen bekannten Restaurant.
Leider war unser Busfahrer nicht bereit, für einen süßen Nachtisch
so sorgen. So eine kleine "Perle" wäre als Dessert köstlich
gewesen. Er merkte wohl den Hormonüberschuss bei einigen männlichen
Teilnehmern und beließ es bei den süßen Träumen.
Glücklich und zufrieden erreichten wir um 0:00 Hamburg. Diesmal ohne
Regen. Wunder gibt es immer wieder.
Köln 23.04.2006
Auswärtsfahrt nach *öln oder: "Im
Westen nichts Neues."
Auf der Fahrt zu den HBD am Vortag
hatte ich noch gehofft, dass die Überschrift lautet: Ende gut, alles
gut. Aber aus den bekannten Gründen, war das Ende nicht so wie
erhofft.
Wie immer ging es um 8:00 am ZOB los. Widererwartend waren wir mehr,
als Finger an der Hand, nämlich stolze 6 Fans. Zusätzlich hatten wir
noch 3 Serviceleute an Board. Zu unserer weiteren Ausrüstung
gehörten 3 Trommeln, sowie Bernds Wunderhorn.
Bevor Fragen nach den Tickets
aufkommen, ich hatte genügend. Sogar zwei zuviel. Ein kurzes
telephonisches Meeting mit Störte und zwei weitere Fire-Fans hatten
Zutritt zu unserem Fanblock. Über den Verkaufserlös wird sich
Familie Aders freuen.
Durch die kleine Anzahl, war auch die Versorgung von
Muttis-Fleischpflanzerln (auf deutsch: Mini-Buletten) wieder
gewährleistet. Das Rezept habe ich noch nicht erhalten. Je näher wir
der Stadt mit der kleinen Kapelle kamen, um so besser wurde das
Wetter. Aber das kennt der gemeine Hamburger in diesem Jahr nur zu
gut. Langsam kann ich Störte verstehen (oder auch nicht...)!?
Nicht nur ich frage mich, warum das Stadion, egal welches NAVI man
benutzt, immer noch unter "Müngersdorfer Stadion" und nicht unter "RheinEnergieStadion"
zu finden ist. Aber vielleicht ist es ja Absicht, um so Attentäter,
die mit Hilfe von GPS ein Attentat planen, zu verwirren. Bei unseren
Busfahrern haben sie geschafft.
Nach 5 Spielen ohne irgendwelchen Ärger mit Ordnern, kam es in Köln
endlich dazu. Wurde auch langsam Zeit. Ich bekam schon Sehnsucht
nach 2005. Aber mit Hilfe der Fankoordinatorin von den Cologne
Centurius (ups. der Name ist mir entfallen) konnte alles geklärt
werden.
Ist schon merkwürdig, da wird am Eingang auf alles geachtet und
durchsucht, um nicht evtl. Wurfgegenstände mit ins Stadion zu nehmen
und dann verkaufen sie auf der Power-Party Glasflaschen. Apropos
Powerparty. 10 Dosen Red-Bull haben mehr Power. Köln kann
anscheinend nur vom 11.11. 11:11 Uhr bis Aschermittwoch feiern.
Als ich unseren Fanblock betrat, bekam ich fast ( nein ich hatte,
aber Männer dürfen nicht weinen) Tränen in den Augen. Ca. 50
Fire-Fans hatten ihr Versprechen gehalten, um das Auswärtsspiel zum
Heimspiel werden zu lassen. Denn wenn im letzten Jahr 20 genügten
9000 nieder zu brüllen, so langten 60 allemal aus, um 5000 in
Schacht zu halten.
So was habe ich noch nicht erlebt. Nun bin ich seit 11 Jahren live
beim Football dabei. Wir Devils-Fans (HSD/HBD) können richtig feiern
und Stimmung erzeugen. So schnell macht man uns nichts vor, aber was
da im Block mit den Fire-Fans abgelaufen ist, ist unbeschreiblich.
Man muss dabei gewesen sein.
Wie man so schön sagt: Nur S** ist besser. Es ist einer dieser
High-Lights, die man nicht vergisst.
Selbst unsere Geschäftsführerin Frau Platz konnte sich nicht
entscheiden. Block, Sideline oder VIP-Bereich mit Hummerschwänzen.
Sie entschied sich für die beste Alternative: Block.
Ich sag nur: Wer nicht hüpft der ist ein *ölner. Die anderen
Fangesänge habe ich auf Grund des fremdartigen Slang nicht
verstanden. Anm.: Kadda, was der eine Trommler aus Düsseldorf kann,
müssen wie doch leicht mit unseren 6-8 Trommeln schaffen. Ab der
Offseason heißt es üben, üben üben....
Und was machen die *ölner ???? Als sie merkten, dass wird von der
Stimmung her ein Auswärtsspiel, schnell den Futtertrog und die
Quelle mit dem Produkt aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, schließen.
No Comment. Frei nach dem Motto: Wie vergraule ich mir die letzten
Fans.
Ich spreche im Namen aller anwesenden HSD-Fans. DANKE, DANKE,
DANKE....
Tausend Dank.
Obwohl ich etwas Essig in den Wein kippen muss. Frau Platz erzählte
mir, dass die Spieler schon verwirrt waren, wie es angehen kann,
dass nach diesen spielerischen Leistungen, sogar Fans anderer Teams
sie anfeuern. Vielleicht ist dies der Grund der Niederlage gewesen.
Volltrunken von Kölsch und der geilen Stimmung ging es um 20:00
wieder Richtung Heimat. Im Bus wurde noch lange über das Spiel und
die Unterstützung geredet.
Da war noch was um 0:00 Uhr. Richtig, unser "der ist verheiratet"
wurde ein Jahr älter. Nein, das Alter wird nicht verraten. Ab einem
gewissen Alter schweigt man auch bei Männern darüber. Zünftig mit
einer Flasche Sekt wurde angestoßen.
Um 2:00 durfte ich endlich zum Matratzenhochdienst antreten.
Die o.g. Ereignisse sind es, warum ich zu Auswärtsspielen fahre.
Auch wenn ich fast 2 ½ Tage gebraucht habe, um mich davon zu
erholen. ICH MÖCHTE DIESE FAHRT NICHT MISSEN. Ich kann mich nur
wiederholen. Fahrt mit und ihr könnt euren Enkeln noch davon
erzählen.
Düsseldorf
08.04.2006
Auswärtsfahrt Düsseldorf oder der
Kampf mit den Tickets
Da unser etatmäßiger Reiseleiter
anderweitig beschäftigt war, übernahm ich diesmal die Reiseleitung.
Irgendwie stehen die HSD-Karten und ich auf dem Kriegsfuss. Aber
dazu später mehr.
Zu unserer Überraschung stand statt
des Papamobil, ein 50-Reisebus bereit. Somit hatte jeder von uns
einen Anspruch auf 5 Sitzplätze. Nachdem der Proviant, 4 Kisten
Heinicken, verstaut war, ging es um 10:00 los. Kurz hinter den
Elbbrücken wollte ich dann die Eintrittskarten verteilen. Aber im
Reiseumschlag waren statt der 15 benötigten, nur 8. Ran ans Handy,
Störte aus dem Bett geklingelt. Ich habe ihn hoffentlich nicht
gestört und darum gebeten, die fehlenden Tickets nachzukaufen. Was
meine Mitstreiter nicht davon abhielt, mich im Stundentakt nach den
fehlenden Tickets zu fragen. Danke.
In Höhe Bremen forderte die Blase ihr
recht. Klar bei holländischem Bier. Bis auf einen weiteren Halt,
damit auch Tabakindustrie an der Reise verdient, ging diesmal alles
glatt. Nachdem 1 ½ Kisten Bier vernichtet worden war, erreichten wir
Neuss. Die Hotelrezeption wunderte sich schon, dass es auch Männer
gibt, die sich schminken.
Wenn jemand meint, die englischen
Irrgärten seinen etwas besonderes, dann hat er noch nicht den
Parkplatz vor der LTU-Arena kennen gelernt. Na ja, ½-Stunde auf
einer Parkplatzanlage rumzukurven, hat auch was für sich. Schön
auch, dass uns Düsseldorf mit hamburgischem Wetter begrüßte, somit
hatten wir diesmal nicht mit Kreislaufproblemen auf Grund des
Temperaturunterschiedes zu kämpfen.
Um 16.30 war es endlich so weit, wir
waren ein Teil der Power-Party. Zünftig wurde ich mit einem Alt
gegrüßt, um damit den Stress mit den Eintrittskarten runterzuspülen.
Um 18:00 Uhr ging die Party in der geschlossenen Arena los.
Highlight war Doro. Ein paar Chinesen traten auch noch auf, waren
meiner Meinung nach aber fehlplatziert.
Über das Spiel kann ich nur soviel sagen. Die Mannschaft gab ihr
bestes Spiel ab, aber mehr ist mit diesem HC und seinem Gamebook
nicht drin (ja es ist eine kleine Kritik), und über die
Streifenhörnchen lasse ich mich so wieso nicht aus.
Klasse, dass uns Frau Platz und Thomas in unserem ca. 30 Mann/Frau
starkem Fanblock begrüßten. Ganz unbeteiligt waren daran auch nicht
unsere 4 Trommeln, 2 Trillerpfeifen und ein Vierklanghorn.
Auch andere Fire-Fans wunderten sich, wie man einer so kleinen
Gruppe eine solche Stimmung erzeugen kann. Übung macht halt den
Meister. Trotz der Niederlage ging es in die "Kurze Straße". Der
Name ist Programm. Sie verkürzt wirklich die Nacht.
Nachdem unsere auf 6 Personen geschrumpfte Gruppe zusammen einen
zweistelligen Promillewert erreicht hatte, machten wir uns auf in
Richtung Taxistand. Erwähnen möchte ich noch, dass auch eine russ.
Zarin manchmal einen Eskimoflip trinkt.
Schade, dass Kristin nicht mit im Taxi fuhr. Sie hätte sich als
Dolmetscherin ein kleines Trinkgeld verdienen können. Russisch war
halt im Westen kein Wahlfach. Und kyrillische Buchstaben bei einem
Navi sind halt auch selten.
Auf welchen Wegen auch immer, erreichten wir dennoch unser Hotel.
Zeitpunkt ca. 2:30 Uhr???
Dank noch mal an Herrn Felix Hoffmann für die Erfindung der
Acetylsalicylsäure. Dies und Kaffee waren hilfreich beim Frühstück.
Um 10:30 bei schönstem Wetter ging es wieder Richtung Elbe. Das
Wetter, das uns im Großraum HH begrüßte, spiegelte den jetzigen
Stand der HSD wieder. Trüb und Trist.
Trotz der Niederlage und sonstige widrigen Umständen, will ich,
sowie hoffentlich meine Mitfahrer diese Auswärtsfahrt nicht missen.
Kommt somit alle mit nach *öln. Unser Team braucht uns, gerade bei
Auswärtsfahrten.
Frankfurt 25.03.2006
Die erste
Auswärtsfahrt 2006

Es fing schon gleich klasse an. Um 8:20 waren die 8 Eintrittkarten die ich
besorgt hatte, noch an ihrem Platz; nämlich mit Tesafilm befestigt zu
Hause an der Wohnungstür. Um 8:30 waren sie verschwunden. Nach einem
cholerischem Anfall, sowie Schaum vor dem Mund und 20 min. später,
tauchten sie wieder auf.

Trotzdem war ich pünktlich, 8:29 war ich am Bus. War natürlich der Letzte.
Um 8:45 ging es endlich los. Nach 2 Std. meldete sich der Kaffee und der
Schmachter. Der frei gewordene Platz wurde mit Bier (aus gegebenen Anlass
war es Becks) wieder aufgefüllt.

Um 13:30 stiegen die letzten beiden unserer 19-köpfigen Fangemeinschaft
auf einem Rastplatz zu.
Beinah wäre die Fahrt in Höhe Gießen zu Ende gewesen. Ein Autofahrer oder
war es eine -in??? meinte bei regennasser Fahrbahn auf unsere Spur zu
wechseln und dabei einen Abstand eines Footballs zu lassen, bei
gleichzeitiger Reduzierung ihrer Geschwindigkeit. Nur durch beherztes
Bremsen unserer Fahrerin kam es nicht zu einem folgenschweren Unfall.
Danke!
Dann der nächste Schock. Kaum im Frankfurter Großraum angekommen, bestes
Wetter; Sonnenschein und ca. 17 C. Jeder von uns war viel zu warm
angezogen und Sonnenbrillen hatte natürlich auch keiner mit. Warum auch,
wenn man bei 8 C und Nieselregen abfährt.
Dafür bedankten wir uns, in dem wir mit den fünf mitgebrachten Trommeln
ordentlich Rabatz machten. Einige der Galaxy-Fans staunten nicht schlecht,
was da für ein Völkchen aus HH angereist kam.
Auch diesmal war für mich und einigen anderen die Power-Party Nebensache.
Man traf sich lieber mit ein paar Galaxy u. *ölner- Fans, sowie einigen
Membern aus dem NFL-Talk Forum.
Nach einer ansprechenden Pre-Game Show, Thema war der Wilde Westen, ging
es um 19:00 los. Da waren wir noch guten Mutes und ließen lautstark unsere
Trommeln sprechen.
3 Std. später, sowie lahm vom Trommeln, ausgerenkten Schultern, heiser vom
Schreien, sowie voll des guten Gerstensaftes, war die Ernüchterung
eingekehrt. Manche Kommentare und Äußerungen, die getätigt worden sind,
kann und darf ich hier nicht wiedergeben. An den Spielern lag es zum Teil
nicht. Mir (anderen auch?) kam es vor, dass sie wollten, aber das
Play-Book unseres HC war dagegen.
Diesmal ließen uns die ca. 27.000 Fans, wenn auch davon ca. die Hälfe samt
Anhang aus dem Berufszweig kamen, den Grisu gerne ausüben will, keine
Chance zu schreien: "Warum seit ihr so leise?". à siehe Bericht 2005
Trotzdem war es schon eine klasse Stimmung in der Commerzbank Arena. Diese
will ich nun endlich auch bei uns haben.
23:00 machten wir uns auf dem Heimweg. Nicht bevor das letzte Six-Pack
"Werder Bremen Gedächtnisbier" vernichtet wurde.
Gegen 1:00 ging es noch in das obligatorische Feinschmeckerrestaurant mit
dem gelben M. Da wir diesmal die Trümmertruppe waren, bekam ein Mitfahrer
meine herzensgute Art zu spüren. Ist schon schlecht, wenn man verheiratet
ist, nicht wahr Bernd?!
Um 7:00 hatte uns HH und sein Wetter 5 C und Regen wi(e)der.
Auch wenn uns der Frust anzusehen war, so möchte ich auch diese
Auswärtsfahrt nicht missen.
Text: Raedwulf
Den Anfang macht ein Bericht von
der
Auswärtsfahrt 2005 nach Frankfurt zur Galaxy
An alle die nicht dabei
waren, warum auch immer, ihr habt was verpaßt. Es war ein
ECHT GEILER TRIP
.
1. Ein lustige Gemeinschaft von 12 Fans + 1 Reisebetreuerin + 2 Busfahrer.
Mehr hätten auch nicht in unserem Kleinbus Platz gehabt

2. Ein freundlicher Empfang in Frankfurt, auch wenn Apfelwein wohl nicht
mehr zu meinen Lieblingsgetränken wird

3. Von der Power Party kann ich nichts erzählen, da ich mich mit einigen
Membern aus dem NFL-Talk-Forum traf. ( Silversurger, Matpu, Green Bay(?),
Paelzer, Millhouse, Bronco Bomber, die restlichen Namen habe ich vergessen
)
4. Selbst als wir nach 22 Stunden wieder in HH waren, wurde immer wieder
über das Spiel geredet.
5. DAS
SPIEL 
A. Was für eine Stimmung im
Stadion, --> eine solche möchte ich in 1-2 Jahren auch bei uns erleben.
Anm:. Es war etwa so, wie zu besten Blue-Days im alten Volksparkstadion,
nur hier waren es etwa 23.000 begeisterte Fans.
b. was für eine D # haben wir. Ohne zu übertreiben. Es ist z.Zt die Beste
in der NFLE!!!
c. die ersten 3 Drives der Galaxy wurden alles Turnovers!
d. daraus gab es endlich auch Pkt. , nämlich 13. (1 Td + 2 FG).
e. wir kleines Häuflein Fans machten so viel Lärm, dass unsere Spieler uns
auf dem Feld bemerkten. Eine Auszeit der Galaxy geht auf uns zurück

f. Es gab im gesamten Spiel keine einzige Minute einen Durchhänger unserer
Mannschaft. Wir hatten keinen einzigen 3 und Punt Drive.
g. auch wenn vielleicht uns die 22 Verletzten
der Galaxy entgegengekommen ist. Auch so eine Mannschaft muss erst
gespielt werden (3 € ins Phrasenschwein)
h. Wenn man dachte, die ersten beide Quarder wie gegen Fire kann man nicht
toppen, so wurde ich eines besseren belehrt. Das Spiel war aus einem Guss.
i. Dank an das Team, dass fast komplett zu uns an den Zaun zum abklatschen
kam. Dafür noch einmal ein dickes SONDERLOB

j. auch wenn ich schon viele "Klassiker" von HBD gesehen habe. So gehört
dieses Spiel sicher zu einer meiner bisherigen Highlights . Das
hoffentlich nur noch am 11. Juni gegen Köln
übertroffen wird
6. Leider hatten wir keinen
Hoffotographen mit. Um Fotos vom Spiel zu sehen, sollte man sich die Foren
der Galaxy-Fans ansehen
7. Wenn man meint , man kennt schon alle Arten von Ordner, so habe ich in
Frankfurt wieder mal eine neue Spezies entdeckt.

Mehr fällt mir z.Zt. nicht
ein. Etwas ist nach einem Tag mit fast 24 Std ohne Schlaf wohl verloren
gegangen.
geschrieben am 25.04.05 von
Raedwulf
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Als nächstes ein Bericht von
unserer Tour nach Amsterdam
Diese Auswärtsfahrt war
MEGAGEIL außer dem Spiel
Die Busfahrten waren dank
unseres Busfahreres Andreas ein echter Gewinn und machen definitiv Lust
auf mehr. Das Hotel war wie angekündigt top, Über Amsterdam muß man nicht
viel sagen außer AUA

Na gut, anbei ein kleiner
detaillierter Reisebericht aus Sicht eines nahezu am Geschehen
unbeteiligten
Es ging los am Samstag
Morgen. Pünktlich um 06:00 Uhr startete der Bus am Dammtor. Insgesamt
31!!! wagemutige machten sich auf, das ferne Amsterdam zu entdecken.
Die erste Enttäuschung als der Bus kam, es war nicht unser beliebtes
Papamobil, ok wär wohl auch zu klein gewesen, ich gebs ja zu...
Los gings also Richtung Elbbrücken mit 'ner kleinen Runde vorbei am
Spielerhotel wo unsre Busfahrer zum ersten mal durch lautes Hupen
unangenehm auffiel
. Dazu später jedoch mehr.
Dann gings endlich richtig los.
Die frühe Zeit hat doch bei so manchem Spuren hinterlassen und bis auf
wenige Ausnahmen schliefen die meisten erst einmal. In Visbek an der A1
dann der erste Halt. Wo??? Natürlich beim Restaurant zum güldenen M.
Und weiter ging es. Wir hatten Glück und kamen gut durch und bei Lotte
bogen wir dann endlich rechts ab nach Holland. Lotte??? Wer ist Lotte wird
sich der ein oder andere sicher fragen. Nein, das war keine
Frittenschmiede an der Autobahn, sondern einfach nur das bekloppteste
Autobahnkreuz Deutschlands...
Je näher wir uns dem Land der Tulpen, des Käse und der Häuser auf Rädern
näherten um so häufiger wurden wir von den komischen Menschen mit gelben
Nummernschildern und Agrarhaken überholt. Nun, eigentlich haben uns gar
nicht so viele überholen können, da unser Busfahrer echt flott fuhr und
die linke Spur fast lieber benutzte als die rechte
In Holland dann der erste Schock, das sieht ja fast genauso aus wie bei
uns... Naja egal erst mal weiter gucke. Und dann sahen wir den
Unterschied. Holland ist noch platter als manche meiner Gags hier heute...
Nach einer erneuten Pause auf einem Rastplatz an der Autobahn, die mit
Football werfen ihren Höhepunkt fand, ging es weiter und wir näherten uns
dem Ziel unserer Träume. Ok, ok, ich seh es ein, schon Mittwoch zu sehen,
wer Samstag zu Besuch kommt ist kein Highlight. Auf dem Weg zum Hotel
bekam man den ersten Eindruck von Amsterdam und spätestens am Flughafen
war wohl auch dem letzten klar, das ist doch eine etwas größere Stadt (ich
frag mich die ganze Zeit, warum ich das hier jetzt geschrieben habe, egal,
sind wohl noch die Nachwirkungen von Samstag Abend).
Vorm Hotel, das an der Straße der 3 Drempels lag (Übersetzungen werden
hier nicht angeboten) dann der nächste Schock, ich bin zu blöde 'n Ticket
für den Parkplatz zu ziehen... Aber wir schafften es dann doch noch und
checkten ein.
Kay Ralph und ich bekamen ein Dreierzimmer. Gut, eigentlich ein zweier +
Zusatzbett. Highlight der Aktion, die Holländer brachten uns ein
Kinderbett. Gut Ralph hätte da evtl. rein gepaßt aber das wollten wir ihm
dann doch nicht antun. So bekamen wir dann ein echtes Bett (war eigentlich
auch nicht viel länger) und alles war gut.
Schnell frisch machen und runter in die Lobby, denn es sollte ja in die
Stadt gehen.
Pünktlich um halb drei fuhren wir los. Warum ich das immer wieder betone?
Weil unser Busfahrer ein echt faszinierendes Zeitgefühl hatte, was sich
bis einschließlich unserer Ankunftszeit am Montag morgen am Dammtor wie
ein grüner Faden durchs Wochenende zog (grün??? warum grün, ach ja...).
In Amsterdam angekommen gings auf Parkplatzsuche, die Dank des Charmes von
Andreas auch schnell ein Ende fand, nachdem er sich vorher von einem
holländischen Linienbusfahrer beschimpfen lassen mußte. Und das nur, weil
wir kein holländisch verstanden haben und nicht lesen konnten, das auf dem
Schild stand Durchfahrt nur für Linienbusse....upps, egal
Also rein ins Getümmel, Getümmel????? Wohin man auch sah Fahrräder über
Fahrräder, ich persönlich glaube jeder Amsterdammer hat mindestens 5 von
den Dingern überall irgendwo in der Stadt geparkt um sie bei Bedarf nutzen
zu können.
Es begann mit einer Stadtführung, denn unser Busfahrer war auch noch
Reiseleiter und brachte uns Amsterdam sehr nahe... dem einen mehr, dem
anderen weniger...
Dann endlich waren wir auf uns alleine gestellt und konnten die Stadt
unsicher machen. Auf ging es zum Leidseplein. Man kann sich Holland schon
recht schnell verlaufen und so landeten wir dann auf unserem Weg in einem
doch etwas merkwürdig anmutendem Viertel, mit Schildern an Restauranttüren
"for men only" (komischer laden nur für 4 Leute mag sich der ein oder
andere gedacht haben).
Aber letztendlich kamen wir am Leidseplein an und gingen erstmal was
essen. Preise??? Hüllen wir den Mantel des Schweigens drüber. Außer für
Rauchwaren zahlt man in Amsterdam für alles echt horrende Preise. Aber
darüber ist ja glücklicherweise Stillschweigen vereinbart worden
.
Wir machten uns also zu gegebener zeit auf den Weg gen Bahnhof, natürlich
nicht ohne vorher noch dem berühmten Amsterdamer Rotlichviertel einen
Besuch abzustatten. Man, man man, der Kiez ist nix dagegen...
Schließlich und endlich landeten wir dort, wovor uns unsere Eltern immer
gewarnt hatten, im "Teasers".
Ok, die Bierpreise waren mit 6,50 für nen halben Liter echt hoch, aber
dafür waren die Bedienungen zumindest für uns Jungs ganz nett anzusehen.
Und dann?? TEQUILA, nein, von uns hat keiner 20 Euronen auf den Tisch
gelegt, nur um einmal Salz von fremder Haut lecken zu dürfen, aber das
Angebot hat doch so seine Reize gehabt...
Wen wir dann so an uns vorbei flanieren sahen? Keine Wort!!!
so gegen 21:30 machten wir uns dann auf den Weg zum Bus um pünktlich um
22:00 wieder Richtung Hotel zu fahren.
Was an dem Abend so passierte bleibt im kleinen Kreis nur so viel AUA und
sorry...
Dementsprechend still war es auch am nächsten Morgen beim Frühstück und
auf der fahrt nach Amsterdam, wo sich die Wege trennten ein teil der
Gruppe machte eine Grachtenfahrt und 5 Fanclubmitglieder machten sich auf
den Weg zum Stadion, wo wir zum Tailgaten des Amsterdamer Fanclubs
eingeladen waren. Im nachhinein hätte ich lieber die Grachtenfahrt
mitgemacht, aber das ist nur meine persönliche Meinung. So verbrachten wir
die Zeit bis zum Spiel.
Zum Spiel werde ich nichts schreiben, denn ich persönlich war eigentlich
noch viel zu entspannt um mich über das was da passierte so richtig
aufzuregen. Das sollen andere lieber tun.
Enden lassen möchte ich diesen Bericht mit einem Dank an alle Beteiligten,
es war mir ein Vergnügen diese Tour erlebt zu haben, spezieller Dank an
Adreas, der viel dazu beigetragen hat, an Ralph und Kay, die mich und mein
garantiert heftiges Geschnarche ertragen haben, an Kadda, die mir Freitag
und Sonntag Asyl gewährt hat und an die kleine grüne Maus...
Es grüßt ein immer noch
ziemlich angeschlagener Störte, der sich auf nächstes Jahr freut
geschrieben von Störtebeker am
31.05.05
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